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Gemeinsam Schule gestalten

Wir möchten eine Schule sein, in der Kinder sich zugehörig fühlen, gesehen und ernst genommen werden, ihre Stärken einbringen und ihr Potenzial entdecken und entfalten können. Eine Schule, in der sie erfahren:

Ich bin wichtig.
Ich kann etwas bewirken.
Mein Lernen hat Bedeutung.
Meine Stimme zählt.

So verstehen wir „Bildung nachhaltig gestalten“ als einen gemeinsamen Entwicklungsprozess. Wir gestalten Schule gemeinsam mit den Kindern, im Austausch mit Eltern und Familien sowie als pädagogisches Team. Denn eine zukunftsfähige Schule entsteht dort, wo Menschen miteinander und voneinander lernen, Verantwortung übernehmen und bereit sind, Schule immer wieder neu zu denken.

Schule neu denken – Bildung nachhaltig gestalten

Unsere Grundschule möchte Schule neu denken und Bildung nachhaltig gestalten. In diesem Sinne verstehen wir Schule als einen Ort, an dem Kinder nicht nur Wissen erwerben, sondern auch Kompetenzen, Haltungen und Erfahrungen entwickeln, die sie für ihre Zukunft stärken. Bildung bedeutet für uns, Kinder dazu zu befähigen, ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen und sich als selbstwirksamen Teil einer Gemeinschaft zu erleben.

Die Lebenswelt von Kindern verändert sich stetig und stellt neue Anforderungen an Schule. Digitalisierung, gesellschaftliche Veränderungen, ökologische Herausforderungen und eine zunehmend vielfältige Lebenswelt prägen das Aufwachsen unserer Kinder. Schule muss darauf reagieren, ohne dabei den Blick auf das Wesentliche zu verlieren: das Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit und seinen eigenen Entwicklungsmöglichkeiten.

Deshalb verstehen wir unsere Schule als eine lernende Gemeinschaft, die Bewährtes wertschätzt, Neues erprobt und ihre pädagogische Arbeit kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei greifen wir auf zeitgemäße pädagogische und didaktische Ansätze zurück und schaffen Räume, in denen Kinder aktiv, eigenverantwortlich und mit Freude lernen und sich entwickeln können.

Jedes Kind im Blick – individuell lernen und wachsen

Im Mittelpunkt steht für uns das einzelne Kind mit seinen individuellen Stärken, Interessen, Bedürfnissen und Lernvoraussetzungen. Jedes Kind ist anders – und jedes Kind soll seinen eigenen Lernweg gehen dürfen. Wir verstehen Unterschiede als Bereicherung und möchten Kindern die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten zu entdecken, eigene Fragen zu stellen und Vertrauen in das eigene Können zu entwickeln.

Unser Ziel ist es, Lernprozesse so zu gestalten, dass jedes Kind bestmöglich gefordert, gefördert und unterstützt wird. Dafür nutzen wir unterschiedliche didaktische Zugänge, vielfältige Lernformen sowie differenzierte und individuelle Lernangebote. So schaffen wir Möglichkeiten, den unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, und geben gleichzeitig Raum für eigene Ideen und Erfahrungen.

Dabei verstehen wir Lernen als einen individuellen Entwicklungsprozess. In einzelnen Jahrgangsstufen treten an unserer Schule Lernentwicklungsgespräche teilweise an die Stelle klassischer Zeugnisse. Sie ermöglichen es, gemeinsam mit dem Kind auf seine Lernentwicklung zu schauen, Stärken sichtbar zu machen, nächste Lernziele zu formulieren und den weiteren Lernweg gemeinsam zu gestalten.

Auch unsere vielfältigen Räume und Lernbereiche unterstützen dieses Anliegen. Unser neues Schulgebäude bietet unterschiedliche Möglichkeiten, Lern- und Arbeitsumgebungen flexibel an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen. So können beispielsweise Ruhebereiche genutzt oder zusätzliche Räume für konzentriertes und individuelles Lernen geöffnet werden.

Selbstständig lernen – Verantwortung übernehmen

Nachhaltige Bildung bedeutet für uns, Lernen ganzheitlich zu denken. Neben fachlichen Kompetenzen fördern wir Selbstständigkeit, Kreativität, Zusammenarbeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, Probleme zu lösen und eigene Entscheidungen zu treffen. Kinder sollen lernen, Zusammenhänge zu erkennen, Perspektiven zu wechseln und ihre Lebenswelt bewusst wahrzunehmen und mitzugestalten.

Ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts sind dabei das selbstorganisierte sowie das projektorientierte Lernen. Sie eröffnen Kindern unterschiedliche Wege, sich Inhalte zu erschließen, eigene Lernentscheidungen zu treffen und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen.

Selbstorganisiertes Lernen bedeutet für uns nicht, dass Kinder sich selbst überlassen werden. Vielmehr schaffen wir einen verlässlichen Rahmen, in dem sie Schritt für Schritt lernen, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen. Sie entwickeln Strategien, setzen sich Ziele, reflektieren ihre Lernwege und erfahren, dass Fehler und Umwege wichtige Bestandteile des Lernens sind. So wachsen Selbstständigkeit, Lernkompetenz und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Gemeinschaft erleben – über Klassen und Jahrgänge hinaus

Schule ist für uns mehr als individuelles Lernen. Gemeinschaft, Zusammenhalt und das Lernen voneinander sind feste Bestandteile unseres Schullebens.

Regelmäßig finden gemeinsame Veranstaltungen statt, bei denen Kinder verschiedener Klassen und Jahrgangsstufen zusammenkommen. Dazu gehören beispielsweise unsere Schulfeste und die Schulvernissage, aber auch gemeinsame Aktivitäten während des Schulvormittags wie Lesewettbewerbe, Tanzwettbewerbe oder die Bundesjugendspiele. Immer wieder organisieren wir darüber hinaus besondere Erlebnisse für die gesamte Schulgemeinschaft – beispielsweise gemeinsame Ausflüge oder Aktionen wie das Eislaufen im Nürnberger Eisstadion.

Ein besonderes Element unseres Schullebens ist die wöchentliche Tüftelzeit. In jahrgangsgemischten Gruppen beschäftigen sich die Kinder intensiv mit unterschiedlichen Themenfeldern aus den Bereichen Forschung, Kreativität, Musik und Sport. Dabei können sie eigenen Interessen nachgehen, Neues ausprobieren und unterschiedliche Fähigkeiten entdecken. Gleichzeitig lernen sie mit Kindern anderer Klassen und Jahrgangsstufen, lernen voneinander und erleben sich als Teil einer großen Gemeinschaft. Die Tüftelzeit verbindet damit projektorientiertes und selbstorganisiertes Lernen mit dem gemeinschaftlichen Lernen über Klassengrenzen hinweg.

Miteinander umgehen – Konflikte konstruktiv lösen

Zu unserem Verständnis von Schule gehört ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander. Konflikte sehen wir als Teil des gemeinsamen Lebens und als Möglichkeit, soziale Verantwortung und den Umgang mit schwierigen Situationen zu lernen.

Bei der Bearbeitung von Konflikten orientieren wir uns am Prinzip der Neuen Autorität. Unser Ansatz ist geprägt von Präsenz, Beziehung, Klarheit und einer konsequenten, gleichzeitig wertschätzenden Haltung.

Dabei möchten wir möglichst präventiv und nachhaltig wirken. Wir versuchen, Konflikte frühzeitig wahrzunehmen und ihnen entgegenzuwirken. Wenn es dennoch zu einem Konflikt kommt, suchen wir gemeinsam mit den Beteiligten nach einer konstruktiven Lösung.

In gezielten Gesprächen – auch in Einzelsettings – erhalten die Kinder die Möglichkeit, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie eine Situation künftig anders gelöst werden kann. Unser Ziel ist es nicht nur, einen Konflikt kurzfristig zu beenden, sondern nachhaltige Lösungen zu finden und zukünftige Konflikte möglichst zu vermeiden.

Zusätzlich gibt es an unserer Schule das SiS-Team (Seniorpartners in School), welches unseren Schülerinnen und Schülern wöchentlich eine Mediation nach individueller Anmeldung als Unterstützung bei der Lösung von Konflikten anbietet. 

Kooperative Ganztagsbildung – gemeinsam Schule gestalten

Mit der kooperativen Ganztagsbildung entwickeln wir unsere Schule derzeit Schritt für Schritt zu einem noch stärker vernetzten Lern- und Lebensort weiter. Unser Ziel ist es, Bildung, Betreuung und Erziehung als gemeinsame Aufgabe zu verstehen und den Schulalltag so zu gestalten, dass Kinder über den gesamten Tag hinweg gute Lern-, Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten erhalten.

Dabei möchten wir die unterschiedlichen Kompetenzen und Perspektiven von Schule, pädagogischen Fachkräften, weiteren Partnerinnen und Partnern sowie Eltern und Familien miteinander verbinden. Gemeinsam gestalten wir einen Lebensraum, in dem Kinder lernen, spielen, sich bewegen, kreativ sein, forschen, entspannen und Gemeinschaft erleben können.

Unsere Schule bietet im Rahmen des Kooperativen Ganztags verschiedene Möglichkeiten:

  • Regelklasse mit anschließender Betreuung im Koga-Hort oder in der Mittagsbetreuung, wo Schule und Nachmittagsbetreuungen eng zusammenarbeiten.
  • Zusätzlich gibt es auch die gebundene Ganztagsklasse, wo der gesamte Schultag als rhythmisierter gemeinsamer Lebens- und Lernort gestaltet ist.

Mehr Informationen finden Sie dazu auf der Seite unseres Kooperationspartners (gfi).

Auf diese Weise knüpft die kooperative Ganztagsbildung unmittelbar an unser Verständnis von selbstorganisiertem und ganzheitlichem Lernen an. Auch am Nachmittag sollen Kinder Möglichkeiten erhalten, eigene Interessen zu verfolgen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Fähigkeiten in unterschiedlichen Erfahrungsfeldern weiterzuentwickeln. Lernzeiten, Projekte, Bewegung, Kreativität, freies Spiel und soziale Erfahrungen greifen ineinander und ergänzen sich.

Besonders wichtig ist uns dabei ein verlässlicher und kindgerechter Tagesrhythmus, der sowohl Raum für Aktivität und gemeinsames Lernen als auch für Rückzug, Ruhe und freie Gestaltung bietet. Die Bedürfnisse und individuellen Voraussetzungen der Kinder stehen dabei im Mittelpunkt.

Da sich die kooperative Ganztagsbildung an unserer Schule derzeit im Aufbau befindet, verstehen wir diesen Prozess als gemeinsame Entwicklung. Wir erproben neue Formen der Zusammenarbeit, reflektieren unsere Erfahrungen und entwickeln unsere Angebote kontinuierlich weiter. So entsteht Schritt für Schritt ein Ganztag, der nicht nur mehr Zeit in der Schule bedeutet, sondern mehr Möglichkeiten für Bildung, Beziehung, Beteiligung und persönliche Entwicklung schafft.

Damit wird die kooperative Ganztagsbildung zu einem wichtigen Bestandteil unseres Weges im Sinne von „Bildung nachhaltig gestalten“: Wir denken Schule ganzheitlich, vernetzen unterschiedliche Lern- und Lebensbereiche und schaffen einen Ort, an dem Kinder über den gesamten Tag hinweg begleitet, beteiligt und in ihrer Entwicklung gestärkt werden.

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